Ein Ø Tag

Master Abschlussprojekt an der Kunsthochschule Berlin Weißensee, Sommersemester 2016.

Auf die Frage Was hast du so gemacht? antworten wir in der Regel mit einer Auflistung von Dingen, die wir für erzählenswert halten. Dinge, wie zum Beispiel ein Konzert, der Besuch eines tollen Restaurants oder das Treffen mit alten Freunden. Dies sind alles Tätigkeiten, die eine hohe Priorität genießen und daher gerne mitgeteilt werden. Wenn es Tätigkeiten mit einer hohen Priorität gibt, so muss es auch welche mit niedriger geben. Mit der Frage was mache ich eigentlich den ganzen Tag? bin ich dieser Theorie auf den Grund gegangen und habe meinen eigenen Alltag beobachtet und dokumentiert. Dabei habe ich herausgefunden, dass selbst nicht erzählenswerte Tätigkeiten eine wichtige Rolle spielen und fälschlicherweise eine niedrige Priorität bekommen. Daher sollen sie nun bei mir ihre eigene Bühne bekommen – denn sie machen den Alltag überhaupt erst möglich. Das Ergebnis ist (m)ein Durchschnittstag.
Handgezeichneter Film, 10 minuten auf zwei Monitoren.

70 Tätigkeiten als animierte GIFs aus dem Film im Loop


Interaktive Tätigkeitsfelder